(Quelle: gamesmarkt) – Die Prüfer der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) haben im vergangenen Jahr 3.100 Prüfverfahren für Computer- und Videospiele durchgeführt. Das sind 114 Prüfverfahren mehr als 2008. Vor allem Musikspiele und Casual Games haben laut USK zu einem erneuten Anstieg der Prüfungen geführt. Felix Falk, Geschäftsführer der USK, rechnet jedoch nicht damit, dass dieser Trend anhält. “Gerade kleine Spiele, vermehr aber auch größere Produktionen, werden nur noch online erscheinen”, so Falk. Derzeit muss aber für eine Prüfung laut Jugendschutzgesetz immer ein Datenträger vorliegen. Falk ist jedoch zuversichtlich, dass dies im Zug der aktuellen Debatte um die Neufassung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags angepasst wird. Bei der vielleicht letzten Jahresstatistik ohne Onlinegames zeigt sich indes, dass immer mehr Spiele erscheinen, die für junge Zielgruppen unbedenklich sind. 80 Prozent aller Einreichungen erhielten eine Freigabe ab null, ab sechs oder ab zwölf Jahren. In mehr als 50 Prozent der Fälle vergaben die Prüfer die Freigabe ohne Altersbeschränkung. “Ab 6″ wurden 12,7 Prozent der geprüften Games freigegeben, die Altersfreigabe “Ab 12″ wurde in 17,5 Prozent der Fälle erteilt. Für Jugendliche “Ab 16″ wurden 10,4 Prozent aller Spiele freigegeben, den Stempel “Ohne Jugendfreigabe” zückten die Prüfer in 5,8 Prozent der Fälle. Erfreulich der weiter sinkende Prozentsatz an Spielen, denen die USK die Kennzeichnung verweigerte. 2009 traf dieses Urteil 1,1 Prozent der geprüften Titel. Im Vorjahr waren es noch 1,4 Prozent.
“Im letzten Jahr gab es einen weiteren Rückgang bei den Ego-Shootern”, stellte Jürgen Hilse, Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK fest. Im Detail sank die Zahl entsprechender Prüfverfahren von 148 2008 auf 66 im vergangenen Jahr. In der Genreauswertung liegen die Shooter damit an zehnter Stelle. Viel öfter wurden unter anderem Arcade-Titel, Denkspiele, Simulationen und Action-Adventures aber auch Trailer und Heft-CDs zur Prüfung eingereicht. Vorherrschende Plattform sind mittlerweile die Konsolen. Titel für Handhelds, Wii, PlayStation und Xbox machten die große Mehrheit aus. Nur noch 40 Prozent der geprüften Titel kamen für den PC, was allerdings auch wieder mit dem starken Trend zur digitalen Distribution auf der PC-Plattform zusammenhängt.
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